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#Leute
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Fliegen ohne Beine: Wie Air Création die Herausforderung von Friedrich Schäfer meisterte
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Innovation, Zugänglichkeit und eine lebenslange Leidenschaft für das Fliegen, wenn die Technik der Menschheit dient und die Grenzen des Machbaren verschiebt.
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Manche Projekte gehen über den üblichen Rahmen hinaus. Sie lassen sich nicht allein in Arbeitsstunden oder technischen Datenblättern messen. Sie werden in einem Lächeln beim Abflug gemessen.
Das Projekt Friedrich Schäfer ist eines davon.
Ein Pilot. Ein Leben im Dienste der Fliegerei.
Friedrich Schäfer fliegt seit 1982. Zunächst im Drachenflug, dann im Ultraleichtflugzeug mit Gewichtsverlagerung. Der freie Himmel, das Gefühl des Schwebens, die Freiheit, die nur das Fliegen bieten kann. Eine Leidenschaft, die ihn seit über vierzig Jahren begleitet.
Ein Motorradunfall veränderte alles. Friedrich verlor den Gebrauch seiner Beine. Aber nicht seine Leidenschaft. Und auch nicht seine Entschlossenheit.
Schon bevor er mit Air Création zusammenkam, hatte Friedrich selbst ein älteres Flugzeug umgebaut, um weiterfliegen zu können. Eine geniale Umgehung, geboren aus der Not heraus. Ein Beweis dafür, dass ihn nichts, wirklich nichts, aufhalten würde.
Die Begegnung. Die Herausforderung.
Auf der Luftfahrtmesse in Friedrichshafen, einer der größten Ultraleichtflugveranstaltungen der Welt, trat Friedrich an das Team von Air Création heran. Sein Projekt: der Erwerb einer Tanarg Neo / BioniX15², eines der leistungsfähigsten Flugzeuge der Baureihe, das voll und ganz auf seine Situation zugeschnitten ist.
Die Frage, die dem Team gestellt wurde, lautete nie: "Ist das möglich?". Sie lautete "Wie?".
Die Antwort: einfach, direkt, ohne Zögern.
Das ist die Denkweise von Air Création, wenn man sich dieser Herausforderung stellt.
Verstehen des technischen Problems
Bei einem normalen Ultraleichtflugzeug mit Gewichtsverlagerung beruht die Steuerung während des Flugs auf der Verlagerung des Schwerpunkts mit den Armen über die Steuerstange. In der Luft ist das für Friedrich kein Problem, seine Arme sind seit Jahrzehnten trainiert.
Die eigentliche Herausforderung liegt am Boden. Bei einem Standardflugzeug steuern die Füße drei entscheidende Parameter:
Lenkung: über das Seitenruderpedal, das das Bugrad steuert
Bremsen: linkes Pedal
Gaspedal: rechtes Pedal
Drei wichtige Funktionen. Null verfügbare Pedale. Das Problem war klar definiert: Alles musste auf die Hände übertragen werden, ohne die Arbeitsbelastung des Piloten zu erhöhen und ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen.
Die von Air Création entwickelten Lösungen
In enger Zusammenarbeit mit Friedrich, der seine Bedürfnisse und Zwänge am besten kennt, entwickelte das Team von Air Création fünf spezifische Anpassungen:
Fußstütze - 3D-gedruckt
Eine maßgefertigte, im 3D-Druckverfahren hergestellte Stütze, die Friedrichs Beine stabil und sicher im Trike hält und positioniert.
Handgasauslöser - Integration der Steuerstange
Der Gashebel, der normalerweise mit dem rechten Fuß bedient wird, wurde in Form eines Triggers auf die Steuerstange übertragen. Eine natürliche, intuitive Geste, die sich nahtlos einfügt, ohne das Handling während des Fluges zu stören.
Handbremssystem - Beringer Aero
Beringer Aero, ein anerkannter Partner in der Luftfahrt, lieferte sein Hochleistungs-Handbremssystem. Ein professionelles Gerät, das von Haus aus in das Flugzeug integriert ist.
Elektronische Nose Wheel Control
Die Bodensteuerung, der kritischste Aspekt des Rollens, wird von einem elektronischen System übernommen, das über Tasten an der Steuerstange bedient wird. Präzise, reaktionsschnell und zuverlässig.
Mechanisches Backup-System
Neben dem elektronischen System sorgt eine manuelle mechanische Vorrichtung für vollständige Redundanz. Zwei unabhängige Systeme für maximale Sicherheit, die Philosophie von Air Création, die bis ins Detail umgesetzt wurde.
Die Erstflüge. Das Ergebnis.
Friedrich absolviert seine ersten Flüge mit dem angepassten Tanarg Neo / BioniX15². Rollvorgang, Start, Flug, Landung, jede Phase wurde validiert.
Das Flugzeug spricht an. Die Anpassungen funktionieren.
Er reist mit seinem Flugzeug ab. Und mit einem Lächeln.
Für das Team von Air Création bedeutet dieser Moment alles: keine abstrakte technische Errungenschaft, sondern ein Mann, der seine Freiheit in der Luft wiedererlangt.
Der Himmel ist für alle da - eine Überzeugung, kein Slogan
Dieses Projekt ist kein Einzelfall. Es spiegelt einen Grundwert von Air Création wider: Fliegen sollte für alle zugänglich sein.
Junge Pilotenschüler, Frauen, Senioren, Menschen mit Behinderungen. Seit 1982 baut Air Création Flugzeuge, die sich an ein möglichst breites Publikum richten. Die Anpassung der Tanarg Neo für Friedrich Schäfer ist der konkreteste und menschlichste Ausdruck dieses Engagements.
Es wird nicht das letzte Projekt dieser Art sein. Wenn Sie vor einer ähnlichen Herausforderung stehen, sprechen Sie uns an. Wir werden eine Lösung finden.